A journey by boat down the Danube to ViennaMit Zillen die Donau hinunter nach Wien

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Description

Every year the Wieland Grammar School Biberach organizes a boat trip on the Danube or pupils aged 15 years. We paddle with Zillen (wooden boats) from Eining (near Weltenburg) to Vienna. Up to four boats with 25-35 students and two teachers manage the approx. 500 km long route in 14 days in rain and cold but also hot weather. Together we experience the sluggish, tiring current in front of the barrages, but also the magnificent landscapes of the Danube breakthrough just before Kelheim or the Wachau in Austria. Camping and cooking together are part of the trip. Zillen transported people and material on the Danube for many centuries. They were used by Ulm fishermen in the 14th century. Our Zillen are eight to twelve meters long and have a flat bottom. For the past four years pupils have been building the Zillen with the help of teachers. They are ideally suited to transport tents, sleeping bags and mats, cooking tools and the personal 30l plastic barrels.

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Intention

Since 1998 I have been experiencing this unique trip with school classes. Even privately, I have been on the Danube with Zillen again and again. Every trip brings new experiences and impressions. The weather is changing, the participants are different and each time the arrival in Vienna is marked by euphoria and relief. We did it! We got to know each other and the others better. We had to make an enormous effort and now we know who to rely on. For the Wieland Grammar School, the journey is an essential part of the educational concept. I’ve been influenced by the Danube trip since my first trip. Passing on this cultural treasure to new pupils and teachers is a rewarding challenge. The journey must continue!

Zillen have been transporting people and materials on the Danube for a long time. The Ulm fishermen used them for fishing in the 14th century. Barrels with snails were transported on Zillen from Ulm to Vienna. Imperial troops sailed on Zillen down the Danube to fight against Ottoman armies in Vienna and Hungary in the 16th century. Ulm shipmen transported German settlers (Donauschwaben”) in the 18th and 19th century, on big “Viennese Zillen” to their new homelands down the Danube. The Danube had a strong and sometimes dangerous current. It was enough to bring the almost 20 m long Zillen to Vienna and further. Today, anglers use Zillen with engines for fishing, fire brigades for rescue operations on the water. With Racing Zillen sportsmen paddle in competitions.

Lit.: Sarrazin, J., Petershagen, H.: Schopper, Schiffer, Donaufischer; Ulmer Museum 1997

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Beschreibung

Jedes Jahr veranstaltet das Wieland-Gymnasium Biberach seit 50 Jahren mit seinen neunten Klassen eine Bootsfahrt auf der Donau. Wir paddeln mit Zillen (Holzboote) von Eining (bei Weltenburg) bis Wien. Bis zu vier Boote mit 25 – 35 Schüler*innen und zwei Lehrer*innen bewältigen die ca. 500 km lange Strecke in 14 Tagen bei Regen und Kälte, aber auch brütender Hitze. Gemeinsam erleben wir beim bis zu achtstündigen Paddeln die träge und ermüdende Strömung vor den Stauwehren, aber auch die herrlichen Landschaften des Donaudurchbruchs vor Kelheim oder der Wachau in Österreich. Zelten und gemeinsames Kochen sind Teil der Fahrt.

Über viele Jahrhunderte transportierten Zillen Mensch und Material auf der Donau. Ulmer Fischer verwendeten sie bereits im 14. Jahrhundert zum Fischfang. Unsere Zillen sind acht bis zwölf Meter lang mit einem flachen Boden. Sie werden seit vier Jahren von Schülern unter Anleitung selbst gebaut und sind bestens dazu geeignet, Zelte, Schlafsäcke, Isomatten, Kochgeschirr und die persönlichen 30-l-Plastiktonnen zu befördern.

Absicht

Seit 1998 erlebe ich die einmalige Erfahrung dieser Fahrt mit Schulklassen. Auch privat sind wir immer wieder auf der Donau mit Zillen unterwegs gewesen. Jede Fahrt bringt neue Erfahrungen und Eindrücke. Das Wetter ändert sich, die Teilnehmer*innen sind andere und jedes Mal ist die Ankunft in Wien von Euphorie und Erleichterung geprägt. Wir haben es geschafft! Wir haben uns und die anderen besser kennengelernt. Wir mussten uns enorm anstrengen und wir wissen jetzt, auf wen wir uns verlassen können.

Für das Wieland-Gymnasium ist die Fahrt ein wesentlicher Bestandteil des pädagogischen Konzepts. Mich hat die Donaufahrt seit meiner ersten Fahrt beeinflusst. Diesen Kulturschatz an neue Schüler*innen und Lehrer*innen weiterzugeben, ist eine lohnende Herausforderung. Die Fahrt muss weitergehen!

 

Zillen transportieren schon seit langem Mensch und Material auf der Donau. Die Ulmer Fischer nutzten sie bereits im 14. Jahrhundert zum Fischfang. Auf Zillen festgezurrte Fässer mit Schnecken darin gelangten von Ulm nach Wien. Kaiserliche Truppen fuhren in Zillen im 16. Jahrhundert in den Kampf gegen osmanische Heere nach Wien und Ungarn.

Ulmer Schiffsleute transportierten deutsche Aussiedler („Donauschwaben“) im 18. und 19. Jahrhundert auf großen „Wiener Zillen“ in ihre neuen Heimatländer die Donau hinunter.

Die Donau verfügte über eine starke und mitunter gefährliche Strömung. Sie reichte aus, um die fast 20 m langen Zillen bis nach Wien und weiter zu bringen.

Heute verwenden Angler Motorzillen zum Fischfang, Feuerwehren benutzen sie bei Rettungsaktionen auf dem Wasser. Mit Rennzillen paddelt man bei Wettbewerben.

Lit.: Sarrazin, J., Petershagen, H.: Schopper, Schiffer, Donaufischer; Ulmer Museum 1997

Sponsors

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